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<title>Untertitel</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Untertitel</span></h1>
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<p><b>Untertitel</b> (<b>UT</b>) bezeichnen Textzeilen, die unter oder neben Bildern stehen, um schriftliche Informationen zum Abgebildeten zu liefern. Beispiele sind Kommentare unter Zeitschriften-Fotos oder unter den Abbildungen in diesem Wikipedia-Artikel. In einem Film oder einem Fernsehbild werden Untertitel meist am unteren Rand eingeblendet, um gesprochene Inhalte aus einer <a href="Fremdsprache" title="Fremdsprache">Fremdsprache</a> zu übersetzen oder sie für <a href="H%C3%B6rgesch%C3%A4digte" class="mw-redirect" title="Hörgeschädigte">Hörgeschädigte</a> erfassbar zu machen. In den meisten Ländern werden fremdsprachige Filme aus Kostengründen in der Regel untertitelt, statt sie zu <a href="Synchronisation_(Film)" title="Synchronisation (Film)">synchronisieren</a>. Untertitel für <a href="Geh%C3%B6rlosigkeit" title="Gehörlosigkeit">Gehörlose</a> und <a href="Schwerh%C3%B6rigkeit" class="mw-redirect" title="Schwerhörigkeit">Schwerhörige</a> beschreiben neben den sprachlichen Inhalten auch Umgebungsgeräusche, z.&nbsp;B. mit dem Hinweis „Ruhige Musik“ und geben Dialoge in einer Fremdsprache in dieser Sprache wieder, statt sie zu übersetzen.
</p><p>Für die Erstellung von „Live-Untertiteln“ als <a href="Kommunikationshilfe" title="Kommunikationshilfe">Kommunikationshilfe</a> für Hörgeschädigte außerhalb von Fernsehen und Filmen (z.&nbsp;B. bei Veranstaltungen, Tagungen, Gesprächen etc.) siehe <a href="Schriftdolmetscher" title="Schriftdolmetscher">Schriftdolmetschen</a>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Zeitdruck_und_Beschränkungen"><span id="Zeitdruck_und_Beschr.C3.A4nkungen"></span>Zeitdruck und Beschränkungen</h2></div>
<p>Der eingeblendete Untertitel darf unabhängig vom Umfang des Originaldialogs nicht eine bestimmte Dauer überschreiten. Der Zuschauer muss genügend Zeit haben, den Untertitel zu lesen, ohne dabei den Bildinhalt völlig aus den Augen zu verlieren.
</p><p>Früher wurden Untertitel zeitaufwändig von Hand vorbereitet und mit einer speziellen Maschine direkt auf das Filmmaterial gebrannt. Heute kommen technische Hilfsmittel wie Computer und synchronisierte <a href="Videorekorder" title="Videorekorder">Videorekorder</a> zum Einsatz.
</p><p>Standarduntertitel haben eine weiße Schriftfarbe und befinden sich zentral am unteren Bildrand. Beides lässt sich nicht immer gewährleisten: Zum einen kann der Bildbereich ebenfalls weiß sein oder zumindest zu hell, und er würde dann die weißen Untertitel überstrahlen. Somit sind die Untertitel nicht oder nur eingeschränkt lesbar. Abhilfe schafft dabei die Wahl einer anderen Farbe oder einer schwarzen Umrandung bei weißem Text, weiße Umrandung bei schwarzem Text oder einer anderen Farbkombination innerhalb der Schrift.
</p><p>Eine andere Methode, dieses Problem zu umgehen, ist das kurzfristige Einblenden der Texte am oberen Bildrand. Dieses Vorgehen ist auch dann nützlich, wenn wichtige Bildinformationen durch die Untertitel überdeckt werden. Oben eingeblendete Texte werden entgegen der Wortbedeutung dennoch Untertitel genannt.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Technische_Ausführungen"><span id="Technische_Ausf.C3.BChrungen"></span>Technische Ausführungen</h2></div>
<p>Optional zuschaltbare Untertitel werden „geschlossene Untertitel“ (<i>closed subtitles</i>, im amerikanischen Englisch <i>closed caption</i>) genannt und kommen häufig bei <a href="DVD-Video" title="DVD-Video">DVD-Filmen</a> zum Einsatz. Untertitel, die sich nicht abschalten lassen, werden „offene Untertitel“ (<i>open subtitles</i>) genannt. Diese Untertitel sind am gebräuchlichsten und kommen vor allem bei analog übertragenen Fernsehfilmen vor, oder wenn der Regisseur es so beabsichtigt. Häufig ist dieses bei <a href="Science-Fiction" title="Science-Fiction">Science-Fiction</a>-Filmen zu sehen, wenn es gewünscht ist, dass Außerirdische ihre eigene Sprache verwenden. Filme und Videos mit offenen Untertiteln, die direkt und unwiderruflich in das Bild integriert sind, werden als <i>hardsubbed</i> bezeichnet. Solche mit geschlossenen Untertiteln nennt man <i>softsubbed</i>.
</p><p><a href="Videokamera" title="Videokamera">Videokameras</a> können Untertitelspuren zur Aufnahme einer Datums- und Uhrzeitsangabe, sowie von technischen Parametern während der Aufnahme wie Blendenöffnung, Belichtungszeit, und Belichtungswert verwenden. Ersteres ermöglicht eine genaue Zeitmessung trotz zeitweiliger Pausierung der Aufnahme.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Normalfall werden Äußerungen unterschiedlicher Sprecher in separate Zeilen gesetzt und diese durch Spiegelstriche angeführt. Da sich Gehörlose aber beim Lesen nicht immer auf die Mundbewegung der Schauspieler konzentrieren können, können sie den Überblick bei der Zuordnung von Text und Sprecher verlieren. In solchen Fällen werden bei Untertiteln für Gehörlose gerne Farben verwendet, um Dialogzeilen verschiedener Redner zu kennzeichnen. Die Farbzuordnung sollte innerhalb des gesamten Filmes die gleiche bleiben. Das ZDF verwendete bis zum 31. Dezember 2024 noch eine Farbverteilung für die Untertitel, seit dem 1. Januar 2025 produziert das ZDF dagegen nur noch ausschließlich weiße Untertitel.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kino">Kino</h2></div>
<p>Das so genannte Diamond-Verfahren funktioniert so, dass warme Kupfer<a href="Klischee_(Drucktechnik)" title="Klischee (Drucktechnik)">clichés</a> auf den Film gedrückt werden, wobei die Bildgelatine wegschmilzt. In einer Abwandlung werden kalte Clichés aus Zink vorbereitet, die zu betitelnde Kopie dünn gewachst und anschließend Bild um Bild auf die Schriftclichés geschlagen. Die hochstehenden Zeichen verdrängen das Wachs und legen die Bildgelatine frei. In einem Ätzbad wird die Gelatine bis auf den Filmträger hinab aufgelöst, so dass nach Ablösen des Wachses strahlend weiße Zeichen im Bild stehen. Die Clichés werden nach Planfilmen aus Fotosatz hergestellt und in 1:1-Größe zugerichtet.
</p><p>Ab den 1990er-Jahren wurden die auch Fußtitel genannten Untertitel oft per <a href="Laser" title="Laser">Laser</a> auf bereits entwickeltes Filmmaterial gebrannt. Untertitel können auch auf dem <a href="Bildstrich" title="Bildstrich">Bildstrich</a> angebracht und bei der Projektion mittels Prisma ins Bild gelenkt werden, was jedoch nicht bei jedem Bildformat möglich ist und in der Praxis kaum umgesetzt wird.
</p><p>Manchmal werden neue oder seltene Filme, für die noch keine Untertitel angefertigt wurden, mit Untertiteln auf einer separaten Anzeige unter der Leinwand vorgeführt. Der Vorteil dabei ist, dass kein Bildbestandteil verloren geht oder überdeckt wird, andererseits ist zwischen der Bildmitte und den Untertiteln ein größerer Abstand, welcher es für den Zuschauer schwieriger macht, alles auf einmal zu sehen, ohne dabei die Augen oder den Kopf die ganze Zeit nach oben und nach unten zu bewegen.
</p><p>Für das Kino wurden zuletzt auch mit der Digitalisierung neue Methoden entwickelt, damit Hörgeschädigte auch unvorbehandelte Filme nutzen können. Zum Beispiel kann ein <a href="Teleprompter" class="mw-redirect" title="Teleprompter">Teleprompter</a> die Untertitel auf einen halbdurchlässig-spiegelnden, schräg im Blickfeld des Hörgeschädigten positionierten Schirm projizieren, so dass Untertitel und Bild auf der Leinwand sich optisch ergänzen. Es muss einzig in diesen Teleprompter investiert und der passende Untertitel in die Datenbank transferiert werden.
</p><p>Eine nicht synchronisierter Filmkopie, welche nur die übersetzten Untertitel enthält, wird als <a href="OmU" title="OmU">OmU</a> (Original mit Untertiteln) bezeichnet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Fernsehen_und_Video">Fernsehen und Video</h2></div>


<p>Im Fernsehen können Untertitel über „<a href="Teletext" title="Teletext">Teletext</a>“-Tafeln (<a href="%C3%96sterreich" title="Österreich">Österreich</a>, <a href="Schweiz" title="Schweiz">Schweiz</a>), „<a href="Videotext" class="mw-redirect" title="Videotext">Videotext</a>“-Tafeln (Bezeichnung in <a href="Deutschland" title="Deutschland">Deutschland</a>) und in <a href="NTSC" title="NTSC">NTSC</a>-Ländern direkt über eine Zeile des Videosignals (Closed Caption) übertragen werden, sofern die Sendungen untertitelt wurden. Der Anteil untertitelter Sendungen im deutschsprachigen Bereich ist in öffentlich-rechtlichen Sendern meist höher als bei Privatsendern, in Österreich ist dies durch das ORF-Gesetz §&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 geregelt.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Gesamtanteil an untertitelten Sendungen im <a href="SF_DRS" class="mw-redirect" title="SF DRS">SF DRS</a> betrug 2008 19,8&nbsp;% des Gesamtsendeumfangs,<sup id="cite_ref-Untertitelung.ch_5-0" class="reference"><a href="#cite_note-Untertitelung.ch-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> bei <a href="Das_Erste" title="Das Erste">Das Erste</a> lag der Anteil 2016 bei 95&nbsp;%.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seit Dezember 2010 bietet <a href="RTL_Television" title="RTL Television">RTL</a> Untertitelung über <a href="Digital_Video_Broadcasting" title="Digital Video Broadcasting">DVB</a> an.
</p><p>In den USA hingegen ist die englische und spanische Untertitelung mit Ausnahmen für alle ab 1998 hergestellten Sendungen vorgeschrieben, für ältere Sendungen anteilsmäßig.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der Schweiz ist ab Ende 2010 eine Untertitelung von 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr vorgeschrieben. Zudem sind mindestens ein Drittel aller Sendungen zu untertiteln.<sup id="cite_ref-Untertitelung.ch_5-1" class="reference"><a href="#cite_note-Untertitelung.ch-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die folgende Tabelle fasst die Ausstrahlung von Untertiteln bei den wichtigsten, deutschsprachigen Fernsehsendern zusammen (* = Ausstrahlung nur auf HD-Ableger):
</p>
<table class="wikitable zebra hintergrundfarbe5">

<tbody><tr class="hintergrundfarbe8">
<th rowspan="2">Sender
</th>
<th colspan="3">Typ der Untertitel
</th>
<th rowspan="2">UT-Vorschau
</th></tr>
<tr class="hintergrundfarbe8">
<th>Teletext
</th>
<th>DVB
</th>
<th>HbbTV
</th></tr>
<tr class="hintergrundfarbe9">
<th colspan="5">Hauptprogramme
</th></tr>
<tr>
<td><a href="Das_Erste" title="Das Erste">Das Erste</a>
</td>
<td>Seite 150
</td>
<td>X
</td>
<td>X
</td>
<td><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.ard-text.de/text/398">Seite 398</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="ZDF" title="ZDF">ZDF</a>
</td>
<td>Seite 777
</td>
<td>X
</td>
<td>–
</td>
<td>Seite 749
</td></tr>
<tr>
<td><a href="ORF" class="mw-redirect" title="ORF">ORF</a>
</td>
<td>Seite 777
</td>
<td>–
</td>
<td>–
</td>
<td><a rel="nofollow" class="external text" href="https://teletext.orf.at/700/771_0001.htm">Seite 771</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Schweizer_Radio_und_Fernsehen" title="Schweizer Radio und Fernsehen">SRF</a>
</td>
<td>Seite 777
</td>
<td>–
</td>
<td>–
</td>
<td><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.teletext.ch/SRF1/776">Seite 776</a>
</td></tr>
<tr class="hintergrundfarbe9">
<th colspan="5">ÖR-Gemeinschaftsprogramme
</th></tr>
<tr>
<td><a href="3sat" title="3sat">3sat</a>
</td>
<td>Seite 777
</td>
<td>X
</td>
<td>–
</td>
<td><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.3sat.de/dynamic/ttx/ttx_display/ttx_display.php?p=776_0001&amp;c=0">Seite 776</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Arte" title="Arte">arte</a>
</td>
<td>Seite 150
</td>
<td>X*
</td>
<td>–
</td>
<td>Seite 388
</td></tr>
<tr>
<td><a href="KiKA" title="KiKA">KiKA</a>
</td>
<td>Seite 150
</td>
<td>X
</td>
<td>–
</td>
<td>Seite 398
</td></tr>
<tr>
<td><a href="ARD-alpha" class="mw-redirect" title="ARD-alpha">ARD-alpha</a>
</td>
<td>Seite 150
</td>
<td>X
</td>
<td>–
</td>
<td>Seite 561
</td></tr>
<tr>
<td><a href="One_(Fernsehsender)" title="One (Fernsehsender)">ONE</a>
</td>
<td>Seite 150
</td>
<td>X*
</td>
<td>–
</td>
<td><a rel="nofollow" class="external text" href="http://one.ard.de/videotext.jsp?seite_user=398">Seite 398</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Tagesschau24" title="Tagesschau24">tagesschau24</a>
</td>
<td>Seite 150
</td>
<td>X*
</td>
<td>–
</td>
<td>Seite 398
</td></tr>
<tr>
<td><a href="ZDFneo" title="ZDFneo">ZDFneo</a>
</td>
<td>Seite 777
</td>
<td>X
</td>
<td>–
</td>
<td>–
</td></tr>
<tr>
<td><a href="ZDFinfo" title="ZDFinfo">ZDFinfo</a>
</td>
<td>Seite 777
</td>
<td>X
</td>
<td>–
</td>
<td>–
</td></tr>
<tr class="hintergrundfarbe9">
<th colspan="5">Dritte Programme
</th></tr>
<tr>
<td><a href="Bayerischer_Rundfunk" title="Bayerischer Rundfunk">BR</a>
</td>
<td>Seite 150
</td>
<td>X
</td>
<td>X
</td>
<td><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.br.de/fernsehen/brtext/index.html?vtxpage=561">Seite 561</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Hessischer_Rundfunk" title="Hessischer Rundfunk">hr</a>
</td>
<td>Seite 150
</td>
<td>X*
</td>
<td>X
</td>
<td><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.hr-text.hr-online.de/ttxHtmlGenerator/index.jsp?page=360">Seite 360</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Mitteldeutscher_Rundfunk" title="Mitteldeutscher Rundfunk">MDR</a>
</td>
<td>Seite 150
</td>
<td>X
</td>
<td>X
</td>
<td><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.mdr.de/CONT/teletext/597_0001.htm">Seite 597</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Norddeutscher_Rundfunk" title="Norddeutscher Rundfunk">NDR</a>
</td>
<td>Seite 150
</td>
<td>X*
</td>
<td>X
</td>
<td><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ndr.de/fernsehen/videotext/index.html?seite=562&amp;send=">Seite 562</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Radio_Bremen" title="Radio Bremen">RB</a>
</td>
<td>Seite 150
</td>
<td>X
</td>
<td>X
</td>
<td><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ndr.de/fernsehen/videotext/index.html?seite=562&amp;send=">Seite 562</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Rundfunk_Berlin-Brandenburg" title="Rundfunk Berlin-Brandenburg">rbb</a>
</td>
<td>Seite 150
</td>
<td>X*
</td>
<td>X
</td>
<td><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.rbbtext.de/386">Seite 386</a>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Saarl%C3%A4ndischer_Rundfunk" title="Saarländischer Rundfunk">SR</a>
</td>
<td>Seite 150
</td>
<td>X
</td>
<td>–
</td>
<td>–
</td></tr>
<tr>
<td><a href="SWR" class="mw-redirect" title="SWR">SWR</a>
</td>
<td>Seite 150
</td>
<td>X*
</td>
<td>–
</td>
<td>Seite 681 bzw. 691
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Westdeutscher_Rundfunk" class="mw-redirect" title="Westdeutscher Rundfunk">WDR</a>
</td>
<td>Seite 150
</td>
<td>X
</td>
<td>X
</td>
<td>–
</td></tr>
<tr class="hintergrundfarbe9">
<th colspan="5">ProSiebenSat.1-Gruppe
</th></tr>
<tr>
<td><a href="ProSieben" title="ProSieben">ProSieben</a>
</td>
<td>Seite 149
</td>
<td>–
</td>
<td>–
</td>
<td>Seite 148
</td></tr>
<tr>
<td><a href="SAT.1" class="mw-redirect" title="SAT.1">SAT.1</a>
</td>
<td>Seite 149
</td>
<td>–
</td>
<td>–
</td>
<td>Seite 148
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Kabel_eins" class="mw-redirect" title="Kabel eins">kabel eins</a>
</td>
<td>Seite 149
</td>
<td>–
</td>
<td>–
</td>
<td>Seite 148
</td></tr>
<tr>
<td><a href="ProSieben_MAXX" class="mw-redirect" title="ProSieben MAXX">ProSieben MAXX</a>
</td>
<td>Seite 149
</td>
<td>–
</td>
<td>–
</td>
<td>Seite 148
</td></tr>
<tr class="hintergrundfarbe9">
<th colspan="5">RTL-Gruppe
</th></tr>
<tr>
<td><a href="RTL_Television" title="RTL Television">RTL</a>
</td>
<td>–
</td>
<td>X
</td>
<td>–
</td>
<td>–
</td></tr>
<tr>
<td><a href="VOX" class="mw-redirect" title="VOX">VOX</a>
</td>
<td>–
</td>
<td>X
</td>
<td>–
</td>
<td>–
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Super_RTL" title="Super RTL">Super RTL</a>
</td>
<td>–
</td>
<td>X
</td>
<td>–
</td>
<td>–
</td></tr>
<tr>
<td><a href="RTL_NITRO" class="mw-redirect" title="RTL NITRO">RTL NITRO</a>
</td>
<td>–
</td>
<td>X
</td>
<td>–
</td>
<td>–
</td></tr></tbody></table>

<p>Im Jahr 2008 initiierte die polnische Sozialdemokratin <a href="Lidia_Geringer_de_Oedenberg" class="mw-redirect" title="Lidia Geringer de Oedenberg">Lidia Geringer de Oedenberg</a> die <i>„Schriftliche Erklärung zur Untertitelung aller öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramme in der EU“</i>.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach dieser sollen „die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender […] verpflichtet werden, alle Programme zu untertiteln“.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im <a href="Digital_Video_Broadcasting" title="Digital Video Broadcasting">Digitalfernsehen</a> werden Untertitel separat zur Bildinformation gesendet, ähnlich wie beim zusätzlichen Senden des <a href="Dolby_Digital" title="Dolby Digital">Dolby-Digital</a>-Tons.
</p><p>Seit Mai 2016 senden die meisten öffentlich-rechtlichen Anstalten auch personalisierbare Untertitel via <a href="HbbTV" class="mw-redirect" title="HbbTV">HbbTV</a>. Man kann dort erstmals die Schriftgröße, Position und den Hintergrund der Untertitel verändern.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Filme auf <a href="DVD-Video" title="DVD-Video">DVD-Video</a> und <a href="Blu-ray_Disc" title="Blu-ray Disc">Blu-ray Discs</a> können Untertitel in mehreren Sprachen enthalten, von denen man auf Wunsch eine einblenden kann.
</p><p>Am 16. September 2010 haben sich die Hörgeschädigtenverbände in Deutschland<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> auf ein neues Untertitelsymbol geeinigt. Das bisherige Symbol steht primär für „Hörschädigung“ und wird als <a href="Empowerment" title="Empowerment">defizitorientiert</a> empfunden. Das neue Symbol soll zum Ausdruck bringen, dass nicht nur Hörgeschädigte von Untertiteln profitieren, sondern auch Kinder mit <a href="Legasthenie" class="mw-redirect" title="Legasthenie">Lese- und Rechtschreibschwäche</a> sowie <a href="Migrant" title="Migrant">Migranten</a>, die <a href="Deutsch_als_Fremdsprache" title="Deutsch als Fremdsprache">Deutsch als Fremdsprache</a> lernen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Live-Untertitelung">Live-Untertitelung</h2></div>
<p>Die Untertitelung von Live-Formaten, wie beispielsweise Nachrichten-Sendungen, „<a href="Aktenzeichen_XY" class="mw-redirect" title="Aktenzeichen XY">Aktenzeichen XY</a>“, Live-Shows, Sport etc., nennt man Live-Untertitelung. Ein Redakteur spricht die Aussagen des Sprechers nach („Respeaking“) und diktiert diese in ein Spracherkennungssystem, das daraus einen Text erstellt. Dieser Text wird vom Redakteur nach Bedarf redigiert und danach direkt in das Fernsehsignal eingespeist, sodass auch bei Live-Sendungen eine Untertitelung möglich ist.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Für fertige Beiträge und im Vorfeld bekannte Moderationstexte werden Untertitel dagegen üblicherweise vorproduziert. Die Qualität der Untertitelung wird dadurch erhöht, weil beispielsweise Standzeiten und Rechtschreibung in Ruhe geprüft werden können. Da dies bei Live-Untertiteln nicht im gewünschten Maße möglich ist, können im ausgestrahlten Ergebnis Rechtschreibfehler enthalten sein. Darüber hinaus kann es vorkommen, dass einzelne Textpassagen übersprungen werden, die das Verständnis nicht beeinträchtigen, um einen zeitlichen Rückstand aufzuholen.
</p><p>Je nach Anbieter werden die so erstellten Untertitel nach Ende des Live-Formates noch einmal überarbeitet und beispielsweise Standzeiten oder Rechtschreibfehler korrigiert. Für eine Wiederholung oder die Bereitstellung in einer Mediathek wird dadurch die Qualität der Untertitel erhöht.
</p><p>Ausblick: Die bisherigen Verfahren brauchen immer einen Menschen, der den gesprochenen Text hört, ihn in eine Sprachsoftware diktiert, die dann wiederum Text produziert. Das Ziel des Projekts LiveCaption ist die Entwicklung einer automatischen Generierung – mithilfe einer Software, die den Fernsehton automatisch in Text umwandelt und in der Lage ist, die wichtigen von den unwichtigen Teilen zu trennen und den Text grammatikalisch korrekt zu kürzen.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kollaborative_Untertitelung">Kollaborative Untertitelung</h2></div>
<p>Über eine kollaborative Plattform<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> können bestimmte Sendungen von Zuschauern selbst in eine beliebige Sprache übersetzt werden. Diese Form der Untertitelung durch Fans wird auch <a href="Fansub" title="Fansub">Fansub</a> genannt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Untertitel_versus_Synchronisation">Untertitel versus Synchronisation</h2></div>
<p>Die Alternativmethode, einen Film in eine andere Sprache zu übersetzen, ist die <a href="Synchronisation_(Film)" title="Synchronisation (Film)">Synchronisation</a> (englisch: <i>dubbing</i>), bei der die Stimmen anderer Sprecher in einer anderen Sprache aufgenommen werden und die Originalstimmen ersetzen. Im Falle von <a href="DVD-Video" title="DVD-Video">DVD</a> und <a href="Blu-ray_Disc" title="Blu-ray Disc">Blu-ray Discs</a> können ausländische Filme dem Publikum in mehreren Versionen zugänglich gemacht werden. Hierbei sind in der Regel verschiedene Untertitel- und Tonfassungen beliebig kombinierbar.
</p><p>Viele Filmliebhaber bevorzugen Untertitel, da es ihnen wichtig ist, die Stimme des echten Schauspielers im originalen Klangbild des Films zu hören.
</p><p>Wenn sie zusammen mit dem Originalton gesendet werden, schließen Untertitel die im Bereich Synchronisation möglichen Zensurmaßnahmen und inhaltlichen Verfälschungen ebenso aus wie die gezielte Veränderung der Grundaussage des jeweiligen Films.<sup id="cite_ref-Zensynchronisation_16-0" class="reference"><a href="#cite_note-Zensynchronisation-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Allgemeinen herrscht eine Abneigung gegen Synchronisation in Gegenden vor, in denen ausländische Filme seltener synchronisiert werden, weil die Wörter nicht exakt <a href="Dialogbuch#Lippensynchrone_Anpassung" title="Dialogbuch">lippensynchron</a> wiedergegeben werden können – auch wenn ein trainierter Sprecher den Unterschied minimal halten kann und ein <a href="Dialogbuch" title="Dialogbuch">Texter</a> den Inhalt korrekt oder sinngemäß erstellt hat. Da es sich in vielen Ländern anfangs nicht lohnte bzw. bis heute nicht lohnt, ausländische Filme oder Serien zu <a href="Synchronisation_(Film)" title="Synchronisation (Film)">synchronisieren</a>, werden dort häufig Originale mit Untertiteln gesendet. Dort werden üblicherweise nur noch Filme synchronisiert, die sich überwiegend an jüngere Kinder richten.
</p><p>Somit spielen Tradition und Gewohnheit wichtige Rollen in der Ausprägung des Publikumsgeschmacks. Während Zuschauer in Ländern wie <a href="Italien" title="Italien">Italien</a> oder <a href="Spanien" title="Spanien">Spanien</a> mit einer jahrzehntelangen Anwendung von synchronisierten Filmen seltener einen Gebrauch von Untertiteln akzeptieren, sogar in modernen Medien wie <a href="DVD" title="DVD">DVDs</a> mit gleichzeitig verfügbaren Synchronisationen und Untertiteln, bevorzugen andere Länder mit ähnlichen Importraten von TV- und Filmproduktionen Untertitel (zum Beispiel <a href="Lateinamerika" title="Lateinamerika">Lateinamerika</a>). In Ländern, in denen untertitelt wird, stößt dies überwiegend auf große Zustimmung. So sieht zwischen 90 und 95&nbsp;Prozent der Bevölkerung in Skandinavien und den Niederlanden fremdsprachige Filme und Sendungen lieber im Original mit Untertiteln. Dahingegen bevorzugen zwischen 81 und 69&nbsp;Prozent der Deutschen, Franzosen, Spanier und Italiener die synchronisierten Fassungen.<sup id="cite_ref-Eurobarometer_18-0" class="reference"><a href="#cite_note-Eurobarometer-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Untertitelung kann helfen, die Sprachkenntnisse zu verbessern. Die durchschnittlichen Englischkenntnisse in Untertitelländern wie den <a href="Niederlande" title="Niederlande">Niederlanden</a>, <a href="Flandern" title="Flandern">Flandern</a> oder <a href="Schweden" title="Schweden">Schweden</a> sind erheblich besser als in Ländern, in denen Synchronisation weit verbreitet ist.<sup id="cite_ref-Zensynchronisation_16-1" class="reference"><a href="#cite_note-Zensynchronisation-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zudem geben die Bewohner in Ländern, in denen Untertitel üblich sind, häufiger an, mehrere Sprachen zu beherrschen, als diejenigen aus Ländern mit Synchronisation.<sup id="cite_ref-Eurobarometer_18-1" class="reference"><a href="#cite_note-Eurobarometer-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In Indien zeigte ein <a href="Randomisierte_kontrollierte_Studie" title="Randomisierte kontrollierte Studie">kontrolliertes Experiment</a>, dass die Untertitelung der Musik von <a href="Bollywood" class="mw-redirect" title="Bollywood">Bollywood</a>-Filmen (in derselben Sprache) die <a href="Hindi" title="Hindi">Hindi</a>-Lesefähigkeiten von Schulkindern deutlich verbesserte.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Stilmittel">Stilmittel</h2></div>
<p>Zum Teil finden Untertitel auch in Filmen Verwendung, obwohl es ihrer einzig zum Sprachverständnis nicht bedürfte. Dies ist dann der Fall, wenn Protagonisten nicht die vom Film bzw. von der Synchronisation gesetzte Standardsprache sprechen, so zum Beispiel die schon oben erwähnten Außerirdischen. Untertitel sind dabei von <a href="Insert" title="Insert">Inserts</a> zu unterscheiden, die auch eine dramaturgische Funktion übernehmen.
</p><p>Einige Beispiele sind:
</p>
<ul><li>Während des Vorspannes zum Film <i><a href="Die_Ritter_der_Kokosnu%C3%9F" title="Die Ritter der Kokosnuß">Die Ritter der Kokosnuß</a></i> von <a href="Monty_Python" title="Monty Python">Monty Python</a> wird zusätzlich ein für die Handlung des Filmes unwichtiger und in einem merkwürdigen, anscheinend schwedischen Dialekt verfasster Untertitel eingeblendet, der aber nach kurzer Zeit abrupt endet.</li>
<li>In dem Film <i><a href="Austin_Powers_in_Goldst%C3%A4nder" title="Austin Powers in Goldständer">Austin Powers in Goldständer</a></i> wird die oben erwähnte Überblendung von Untertiteln durch einen hellen Hintergrund zum Zwecke der Situationskomik genutzt. In einer Szene wird der gesprochene Text eines Japaners mit <i>Essen sie ein Stück Kot</i> untertitelt. Erst nachdem einige weiße Requisiten beiseitegeschoben wurden, kommt der Rest zum Vorschein: <i>elett vom Thunfisch.</i></li>
<li>Die gesamten Dialoge des Filmes <i><a href="Die_Passion_Christi" title="Die Passion Christi">Die Passion Christi</a></i> von <a href="Mel_Gibson" title="Mel Gibson">Mel Gibson</a> sind in <a href="Aram%C3%A4ische_Sprache" class="mw-redirect" title="Aramäische Sprache">Aramäisch</a>, <a href="Latein" title="Latein">Latein</a> und <a href="Hebr%C3%A4ische_Sprache" title="Hebräische Sprache">Hebräisch</a> gesprochen. Gibson beabsichtigte ursprünglich nicht, Untertitel einzufügen – mit dem Argument, dass dem Publikum die Handlung bereits bekannt sei. Die Distributoren setzten aber Untertitel durch, da sie fürchteten, dass das Publikum einen komplett unübersetzten Film ablehnen würde.</li>
<li>Bei <i><a href="The_Da_Vinci_Code_%E2%80%93_Sakrileg" title="The Da Vinci Code – Sakrileg">The Da Vinci Code – Sakrileg</a></i> sprechen die französischen Charaktere untereinander in ihrer Muttersprache und die Geistlichen des Vatikans sowie der Mönch Silas Latein. Diese Passagen werden untertitelt. Regisseur <a href="Ron_Howard" title="Ron Howard">Ron Howard</a> wollte damit die Internationalität des Films betonen.</li>
<li>In <i><a href="Die_Geschichte_der_Nana_S." title="Die Geschichte der Nana S.">Die Geschichte der Nana S.</a></i> nimmt Regisseur <a href="Jean-Luc_Godard" title="Jean-Luc Godard">Jean-Luc Godard</a> seiner Hauptfigur Nana gespielt von <a href="Anna_Karina" title="Anna Karina">Anna Karina</a> in einer Szene für kurze Zeit die Sprache und lässt sie nur im nun eingeblendeten Untertitel sprechen.</li>
<li>In der Kinoversion des Films <i><a href="L%E2%80%99auberge_espagnole" title="L’auberge espagnole">L’auberge espagnole</a></i> spricht jeder der WG-Bewohner seine eigene Muttersprache, die in unterschiedlichen Farben untertitelt wird. Auf diese Weise wird die Internationalität der <a href="Erasmus_(Initiative)" class="mw-redirect" title="Erasmus (Initiative)">Erasmus</a>-Studenten deutlich.</li>
<li>In den Filmen <i><a href="Jenseits_der_Stille" title="Jenseits der Stille">Jenseits der Stille</a></i>, <i><a href="Gottes_vergessene_Kinder" title="Gottes vergessene Kinder">Gottes vergessene Kinder</a></i> und <i><a href="Vier_Hochzeiten_und_ein_Todesfall" title="Vier Hochzeiten und ein Todesfall">Vier Hochzeiten und ein Todesfall</a></i> werden die in <a href="Geb%C3%A4rdensprache" title="Gebärdensprache">Gebärdensprache</a> gesprochenen Passagen untertitelt.</li>
<li>Als besonderes Kuriosum kann das Lied <i>Out In The Streets</i> der Band <a href="Trio_(Band)" title="Trio (Band)">Trio</a> aus dem Jahre 1983 angesehen werden, da es akustisch untertitelt ist. Das Lied wird größtenteils auf Deutsch gesungen. Vor der dritten Strophe wird angekündigt: <i>And as the third verse comes up watch out for the American subtitles.</i> Tatsächlich wird das Lied weiter auf Deutsch gesungen, während gleichzeitig Englisch übersetzt wird (<i>Ich bin am Fenster hinterm Vorhang, ich wart’ auf dich</i> / <i>I’m at the window behind the curtain waiting for you</i>).</li>
<li>Im Film <i><a href="Trainspotting_%E2%80%93_Neue_Helden" title="Trainspotting – Neue Helden">Trainspotting</a></i> werden Untertitel für Dialoge der Protagonisten eingeblendet, als sie sich in einem Club mit lauter Musik unterhalten. Die Untertitel wiederholen dabei die gesprochenen Dialoge.</li>
<li>Im Film <i><a href="Bube%2C_Dame%2C_K%C3%B6nig%2C_grAS" title="Bube, Dame, König, grAS">Bube, Dame, König, grAS</a></i> wurde eine Szene mit Untertiteln versehen, die komplett in <a href="Cockney" title="Cockney">Cockney</a>-Dialekt spielt. Die Untertitel übersetzen die Dialoge dabei ins Standard-Englische. In der deutschen Version des Films wird ein „Pseudo“-Cockney ins Standard-Deutsch übersetzt.</li>
<li>Im Film <i><a href="Wayne%E2%80%99s_World" title="Wayne’s World">Wayne’s World</a></i> unterhält sich der Protagonist Wayne Campbell auf Kantonesisch mit seiner Angebeteten Cassandra Wong. Dabei werden laut Untertiteln immer komplizierte Sätze verwendet (obwohl Wayne laut eigener Aussage gerade erst Kantonesisch gelernt hat), bis die beiden schließlich sogar aufhören zu reden, und nur die Untertitel von einer weiteren Unterhaltung zeugen.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Dateiformate">Dateiformate</h2></div>
<p>Untertitel können in verschiedenen Dateiformaten abgespeichert werden. Die am häufigsten verwendeten Formate sind:
</p>
<ul><li>Advanced SSA (.ass)</li>
<li>SubRip (.srt)</li>
<li>SubStation Alpha (.ssa)</li>
<li><a href="DirectVobSub" title="DirectVobSub">VobSub</a> (.sub + .idx)</li>
<li>WebVTT (.vtt)</li></ul>
<p>Im Internet sind Untertitel für viele Kinofilme frei verfügbar.
</p>
<ul><li>Fans erstellen auch für Filme oder Serien eigenhändig Untertitel, so genannte <a href="Fansub" title="Fansub">Fansubs</a>. Diese Textdateien erhalten dann den passenden Zeitcode und das an dieser Stelle Gesprochene. Diese Art des Selberbauens ist sehr zeitintensiv. Die speziellen Untertiteldateiformate können hauptsächlich auf dem Computer, inzwischen aber auch schon auf einigen <a href="DVD-Player" class="mw-redirect" title="DVD-Player">DVD-Playern</a> wiedergegeben werden.</li></ul>
<p>Die oben genannten Dateiformate werden von vielen <a href="Mediaplayer" title="Mediaplayer">Mediaplayern</a> automatisch erkannt und beim Abspielen der Videodatei eingeblendet. Eine Konvention ist dabei, dass die Untertiteldatei denselben Namen wie die Videodatei bekommt.
</p><p>Einige <a href="Containerformat" title="Containerformat">Containerformate</a>, wie <a href="Matroska" title="Matroska">Matroska</a> oder <a href="Ogg" title="Ogg">Ogg</a>, erlauben es, neben mehreren Audio- und Videospuren auch Untertitel in die Datei einzubetten.
</p><p>In Europa werden im Rundfunkbereich als Austauschformat üblicherweise die Formate EBU STL und EBU-TT benutzt. Bei der Distribution in den Mediatheken von <a href="ARD" title="ARD">ARD</a> und ZDF wird überwiegend das Format EBU-TT-D (Profil: EBU-TT-D-Basic-DE) benutzt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="%C3%9Cbertitel" title="Übertitel">Übertitel</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Heike E. Jüngst: <i>Audiovisuelles Übersetzen. Ein Lehr- und Arbeitsbuch.</i> Gunter Narr, Tübingen 2010, ISBN 978-3-8233-6502-0.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li>Sabrina Fritsche, Miguel Herrero Soto: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.relue-online.de/2013/03/wie-viel-zeit-bleibt-dir/">Wie viel Zeit bleibt Dir?</a></i> Gespräch mit Katrin Goldenstein und Elisabeth Schmalen über erste Erfahrungen als Filmuntertitlerinnen. In: <i><a href="ReL%C3%9C" title="ReLÜ">ReLÜ</a></i>, Rezensionszeitschrift, 14, 2013.</li>
<li>Nadine Püschel: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.relue-online.de/2013/03/beim-untertiteln-muss-man-kuerzen-aber-bitte-nicht-am-honorar/">Beim Untertiteln muss man kürzen – aber bitte nicht am Honorar!</a></i> Zu Untertitelung und <a href="Voice-over" class="mw-redirect" title="Voice-over">Voice-over</a> aus der Sicht von <a href="%C3%9Cbersetzer" title="Übersetzer">Übersetzern</a>, auch in wirtschaftlicher und <a href="Vertragsrecht" title="Vertragsrecht">vertragsrechtlicher</a> Hinsicht. <i>ReLÜ</i>, 14, 2013.</li>
<li>Silke Pfeiffer: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.relue-online.de/2013/03/aus-respekt-vor-dem-couscous-und-dem-untertitler/">Aus Respekt vor dem Couscous und dem Untertitler</a>.</i> Über die DVD-Untertitelung von <a href="Couscous_mit_Fisch" title="Couscous mit Fisch">Couscous mit Fisch</a>, aus dem Französischen untertitelt von Isabel Meyn und Andrea Kirchhartz (SUBS Hamburg). In: <i>ReLÜ.</i> 14, 2013.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.filmproduktion-werbefilm.de/worauf-ist-zu-achten-bei-der-untertitelung/"><i>Worauf ist zu achten bei Untertitelung? Welche Regeln gibt es?</i></a> bei filmproduktion-werbefilm.de, abgerufen am 17. August 2021.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.daserste.de/specials/service/untertitel-standards100.html"><i>Untertitel-Standards von ARD, ORF, SRF, ZDF</i></a> bei daserste.de, abgerufen am 17. August 2021.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://c.searspartsdirect.com/mmh/lis_pdf/OWNM/L0802253.pdf"><i>Sony Digital Video Recorder Handycam Operating Guide – DCR-HC52/HC54 (MiniDV).</i></a> In: <i>Sony.</i> 2008, <span style="white-space:nowrap;">S. 34</span>,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 16.&nbsp;Januar 2022</span> (englisch).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AUntertitel&amp;rft.title=Sony+Digital+Video+Recorder++Handycam++Operating+Guide+%E2%80%93+DCR-HC52%2FHC54+%28MiniDV%29&amp;rft.description=Sony+Digital+Video+Recorder++Handycam++Operating+Guide+%E2%80%93+DCR-HC52%2FHC54+%28MiniDV%29&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fc.searspartsdirect.com%2Fmmh%2Flis_pdf%2FOWNM%2FL0802253.pdf&amp;rft.date=2008&amp;rft.language=en">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Bundesnormen/NOR40119446/NOR40119446.html">ORF-Gesetz §&nbsp;5</a></span>
</li>
<li id="cite_note-Untertitelung.ch-5"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Untertitelung.ch_5-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Untertitelung.ch_5-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20091216074658/http://www.untertitelung.ch/SWISS-TXT-informiert/2008--Leistungen-fur-Horbehinderte-stark-erhoht.aspx">2008: Leistungen für Hörbehinderte stark erhöht</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 16. Dezember 2009 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.daserste.de/specials/service/personalisierbare-untertitel-hbbtv-100.html"><i>Untertitel via HbbTV</i>.</a> daserste.de, 6. Juni 2016.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.fcc.gov/cgb/consumerfacts/closedcaption.html">Federal Communications Commission – Closed Captioning Consumer Facts</a></span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Lidia Geringer de Oedenberg: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?language=EN&amp;type=IM-PRESS&amp;reference=20080401BRI25389&amp;secondRef=ITEM-013-EN"><i>Written declaration on subtitling all public-service TV programmes to be adopted.</i></a> European Parliament, 4. Juli 2008.</span>
</li>
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</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.daserste.de/specials/service/personalisierbare-untertitel-hbbtv-100.html"><i>Untertitel via HbbTV</i>.</a> daserste.de, 6. Juni 2016.</span>
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<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20100920214122/http://www.taubenschlag.de/meldung/5713"><i>Hörgeschädigtenverbände einigen sich auf neues Untertitelsymbol</i>.</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 20. September 2010 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) Taubenschlag.de, 16. September 2010.</span>
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<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.ardmediathek.de/tv/Interviews-und-Extras/So-entsteht-die-Live-Untertitelung/Das-Erste/Video?bcastId=1528132&amp;documentId=33056460"><i>So entsteht die Live-Untertitelung</i></a> Video: Das Erste, 28. Januar 2016.</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.deutschlandfunk.de/automatische-live-untertitelung-im-tv-aus-ton-mach-text.676.de.html?dram%3Aarticle_id=323315"><i>Automatische Live-Untertitelung im TV</i>.</a> deutschlandfunk.de, 22. Juni 2015.</span>
</li>
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<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.captionfy.com"><i>Kollaborative Untertitelung und Übersetzung</i></a> Captionfy</span>
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<li id="cite_note-Zensynchronisation-16"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Zensynchronisation_16-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Zensynchronisation_16-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Peter Mühlbauer: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.heise.de/tp/features/Zensynchronisation-3381932.html"><i>Zensynchronisation.</i></a> <a href="Telepolis" title="Telepolis">Telepolis</a>, 16. Juli 2009.</span>
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<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Peter Mühlbauer: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.heise.de/tp/features/Verwanzte-Synchronisation-3450825.html"><i>Verwanzte Synchronisation.</i></a> <a href="Telepolis" title="Telepolis">Telepolis</a>.</span>
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<li id="cite_note-Eurobarometer-18"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Eurobarometer_18-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Eurobarometer_18-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">243 <i>Europeans and their Languages</i>. <a href="Eurobarometer" title="Eurobarometer">Eurobarometer</a>, 2006.</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">Brij Kothari, Tathagata Bandyopadhyay: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.globalgiving.co.uk/pfil/593/SLS_Impact_Study_2007.pdf"><i>Same Language Subtitling on TV: Impact on Basic Reading Development among Children and Adults</i>.</a> (PDF; 1,1&nbsp;MB) Indian Institute of Management.</span>
</li>
</ol>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-s" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
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Normdaten&nbsp;(Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4373404-2">4373404-2</a></span> </div>
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